Der Taschenwahnsinn…

 oder welche Frau hat schon genug Taschen? Das zumindest frage ich mich immer dann, wenn mich die nächste einzigartige (so eine habe ich noch gar nicht) Tasche im Laden anlacht und förmlich schreit „lass mich hier nicht zurück“.

Das wunderbare an unserem Hobby ist doch, wir könnten uns theoretisch zu jedem Outfit die passende Tasche nähen. Theoretisch nur deshalb, weil ganz praktisch gesehen, ich unheimlich viele Klamotten habe und mindestens die nächsten drei Jahre ununterbrochen mit Taschen nähen beschäftigt wäre 🙂 Aber das bleibt wohl eher unrealistisch, weshalb ich mir dann und wann auch mal eine kaufe.

Aber trotzdem liebe ich es Taschen zu nähen, eine neue Form im Repertoire ist „John Boy“ und die gute Nachricht, dass Schnittmuster gibt es kostenlos von elbmarie.

Das Freebook ist hier verlinkt.

Es ist ganz wunderbar auch für Anfänger geeignet und macht durch den verstellbaren Schultergurt und den Karabinern zur Befestigung am Beutel richtig was her. Ihr könnt eurer Kreativität natürlich freien Lauf lassen und die Tasche wunderbar mit weiteren Borten und Bändern aufhübschen. Sie ist zum Beispiel als Shoppingbag oder als Sporttasche einsetzbar, ihr findet bestimmt einen passenden Verwendungszweck für euch.

Und nun ein paar Bilder von meinen bisherigen Versionen (Achtung Taschen nähen macht süchtig!)

Portemonnaie

 

Portemonnaie rosa

Die Zeit rennt im neuen Jahr schon wieder wie verrückt und gefühlt komme ich zu nix, eigentlich ist der Januar immer etwas ruhiger bei mir, aber irgendwie will der Trubel nicht aufhören. 🙂

Trotzdem muss ich jetzt endlich mal dieses schöne kleine Portemonnaie herzeigen. Die Anleitung (ein Freebook) habe ich auf der Seite www.selbernaehen.net entdeckt und gleich mal ausprobiert.

Der Stoff ist einfache Webware (Baumwolle) und war nur zum Testen vorgesehen. Aber jetzt wo es fertig ist gefällt es mir gut, obwohl ich normalerweise überhaupt nicht der Typ für rosa Stoffe bin.

Die Geldbörse finde ich ganz praktisch, weil es nicht so riesig ist und trotzdem genug Platz für ein paar Karten bietet.  Aber seht selbst:

Portemonnaie offen leer

Portemonnaie offen mit Karten

 

Freebook, Geldboerse, Portemonnaie

Ich werde auf jeden Fall noch eins nähen und werde wohl gleich mal auf die Suche nach dem passenden Stoff in meinen Vorräten gehen. Ich wünsche euch auch viel Spass beim Nähen.

Die Anleitung ist hier verlinkt – Klick.

Freebook-Friday:  http://crafting-cafe.blogspot.de

Ein Täschchen fürs Smartphone

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Nachdem ich dieses Foto auf Facebook gepostet hatte, kamen mehrere Nachfragen, ob ich ein Schnittmuster oder eine Anleitung für diese bunten Handytäschchen hätte, aber die gab es bisher nur in meinem Kopf.

Nun musste eine neue Hülle (und noch eine in Reserve) für mein eigenes Handy her und bei der Gelegenheit habe ich Fotos von den einzelnen Schritten gemacht, um eine kleine Anleitung für euch zu schreiben.

Die Täschchen eigenen sich ganz wunderbar zur Resteverwertung, auch kleinste Schnipsel eures Lieblingsstoffes können so noch zum Einsatz kommen.

Zuerst müsst ihr ein Schnittmuster nach euren Modellmaßen erstellen. Ganz einfach ein Blatt Papier nehmen, Handy drauflegen und drum herum zeichnen. Nun noch die Nahtzugabe zum Schnittmuster hinzufügen und schon ist euer eigener Schnitt vom Hauptteil fertig. Ich habe ein iPhone 5c  und das Handy soll mit Bumper in die Hülle passen. Mein Schnittmuster hat die Maße 16 cm hoch x 10 cm breit, inklusive Nahtzugabe.

Wenn ihr nur eine einzige Hülle machen wollt, könnt ihr die Maße des Smartphones natürlich auch direkt auf den Stoff aufzeichnen und ausschneiden. Ein fertige Schablone hat sich einfach bewährt, wenn man ein paar mehr Täschchen anfertigen will.

Material:

Außenstoff: 2 mal 16 x 10 cm

Innenstoff: 2 mal 16 x 10 cm

Ein Reststück für die Lasche etwa 5 x 8 cm

Vlieseline: 2 mal 15 x 9 cm (H630 oder H640)

1 Kam Snap (Alternativ Klettverschluss zum Aufnähen)

Garn, Schere, Kam Snap Zange, Nähmaschine, Bügeleisen, usw.

Der genaue Verbrauch ist natürlich von eurem Modell abhängig (hier iPhone 5c).

Ihr benötigt je zwei Teile Außenstoff, Innenstoff und Vlieseline. Die einzelnen Teile können ebenfalls aus Resten zusammengesetzt sein. Ihr seid bei der Gestaltung völlig frei, die Hauptsache ist, dass am Ende das Gesamtmaß wieder stimmt. Das vordere Außentaschenteil könnt ihr zusätzlich mit Bändern oder aufgenähten Knöpfen oder einem Plottermotiv verzieren. Lasst eurer Kreativität freien Lauf. Als Stoff empfehle ich Webware/Baumwolle.

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Diese Teile gehören zum Täschchen Nummer eins.

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Diese Teile gehören zum Täschchen Nummer zwei.

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Täschchen Nummer zwei: das aufgebügelte Vlies auf den Innenstoffteilen und auf dem Stoffteil für die Lasche.

Als Vlieseline benutze ich H630, das ist ein reines Volumenvlies und polstert das Täschchen ab. Ich bügele das Vlies auf die linke Seite der Innenteile (bitte Herstellerangaben beachten).Wer gern mehr Stabilität möchte, kann zusätzlich auf die Außenteile zum Beispiel H 250 Vlieseline bügeln. Es gibt viele andere Einlagen oder Vliese, die ebenfalls sehr gut geeignet sind. Ich habe mit den genannten aber gute Erfahrungen gemacht und gebe hier natürlich meine bevorzugten Materialien weiter.

Alle Teile schön glatt bügeln, bevor es ans zusammennähen geht.

Zuerst bereiten wir die Lasche zum Schließen der Hülle vor. Die Größe ist nicht exakt festgelegt, schaut einfach mal was von euren Resten in etwa passen könnte.

Mein Stück war etwa 5 cm breit und 8 cm hoch groß, einen Rest Vlieseline aufbügeln. Stoffstück in der Mitte falten, links und rechts zusammen nähen, Nahtzugabe kürzen, in den oberen Ecken etwas schräg abschneiden und wenden, bügeln und knappkantig absteppen. Fertig ist die Lasche.

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Nun legen wir die Lasche mittig zwischen einen Außenstoff und einen Innenstoff an der kurzen Seite an, mit ein paar Nadeln fixieren und in Nähfüsschenbreite zusammennähen. Dieses Stück bildet den hinteren Teil der Tasche.

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So sollte der hintere Taschenteil mit der eingenähten Lasche aussehen.

Dann wird das vordere Außenstoffteil mit einen Innenstoffteil ebenfalls an der kurzen Seite zusammengenäht. Wenn ihr Motivstoff verwendet bitte auf oben und unten achten, nicht das eure Motive später auf dem Kopf stehen.

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Alle Teile bügeln, die Nahtzugabe in der Mitte auseinander bügeln. Ohne Bügeln wird das Ergebnis nur halb so schön, also unbedingt machen.

Nun werden die zwei Teile übereinander gelegt, Außenstoff auf Außenstoff – Innenstoff auf Innenstoff. Achtet darauf, dass die Naht (wo sich jeweils Außenstoff und Innenstoff treffen) exakt aufeinander liegen. Vergesst das Bügeln vorher nicht.

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Beginnt die Naht in der kurzen Seite des Innenstoffes und näht einmal herum, lasst dabei eine kleine Öffnung zum Wenden. Nun wird die Nahtzugabe  etwas eingekürzt und das Täschchen gewendet.

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Kontrolliert ob jedes Teil am richtigen Platz ist, wenn ja die Wendeöffnung schließen. Entweder kann man das mit dem Matratzenstich per Hand machen, dies ist eigentlich die schönere Variante. Ich nähe die Öffnung mit der Maschine knappkantig zu, da man die man sieht im Gebrauch sowieso nicht sieht.

 

 

Ihr müsst jetzt nur noch den Druckknopf anbringen. Dafür die Mitte der Lasche festlegen, mit der Ahle ein Loch in den Stoff picken und den oberen Teil des Kam Snaps anbringen.

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Ich klappe die Lasche mittig zusammen und steche mit der Ahle in den Falz. So brauche ich nichts zu Messen, um die Mitte zu finden.

 

Wie findet man am leichtesten die Position des Gegenstücks? Ganz einfach: Handy in die Hülle stecken, die Lasche wie zum Schließen der Öffnung auf das Vorderteil legen und den bereits befestigen Kam Snap auf den Stoff drücken.

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Es bleibt ein kreisförmiger Abdruck und hier einfach mittig mit der Ahle ein Loch picken und den unteren Teil des Kam Snap anbringen.

Noch mal schön ausbügeln. Fertig!

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Das war doch ganz einfach, oder?

Viel Spaß beim Nachnähen und wenn euch die Anleitung gefallen hat, hinterlasst gern ein „gefällt mir“ auf meiner Facebook Seite.

Hier noch ein paar weitere Designs:

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Ihr dürft die Anleitung gerne verlinken, aber natürlich nicht Kopieren und/oder unter anderem Namen veröffentlichen. Alle Rechte dieser Anleitung liegen bei mir und der  Verkauf der Anleitung ist ausdrücklich untersagt. Ihr dürft sie für private Zwecke uneingeschränkt nutzen. Für Fehler in der Anleitung übernehme ich keine Haftung – sofern euch etwas auffällt, lasst es mich gerne wissen.

Shopper im maritimen Look – Oktober Lady

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Gerade noch rechtzeitig im Bezug auf den Namen der Tasche “Oktober Lady ” schaffe ich es euch im passenden Monat die neue Tasche zu zeigen.

Normalerweise mag ich in der nass-kalten Jahreszeit lieber Ledertaschen tragen, die sind einfach nicht so empfindlich und hier bei uns im Norden regnet es ja besonders gern. Aber dieses derbe Stoffversion von Shoppingbeutel werde ich nun wohl öfter ausführen. Der maritime Look, dem ich sowieso verfallen bin, passt auch gut in den Herbst.

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Innen Baumwollstoff mit Papierschiffchen, aussen Jeans. Der Anker ist aus Kunstleder und ich habe ihn mit Gradstichen appliziert. Für andere Motive schaut doch mal nach Fensterbildern oder Vorlagen, ihr werdet  bei Google bestimmt fündig.

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Das Schnittmuster gibt es kostenlos auf Liebedinge.blogspot.de – einfach hier klicken: Freebook

Ich finde es für Anfänger weniger geeignet, da die Anleitung nicht sehr ausführlich ist. Eventuell findet sich im Netz noch eine ausführlichere Erklärung, ich habe aber nicht weiter danach geguckt.

 

 

 

“Loma” eine Umhängetasche

 

Loma Umhängetasche, Tante Ema Stoff, Freebook

Der herrliche Stoff mit den Vögelchen von Tante Ema schrie nach einer schönen Fläche. Ich wollte ihn nicht zu klein verschnitten vernähen, sondern das tolle Motiv in all seiner Pracht wirken lassen. Die “Loma” kam mir gerade recht. Mit der großen Klappe ist der Inhalt sicher verstaut und es lassen sich wunderbar großflächige Stoffmotive vernähen.

Loma Umhängetasche, Tante Ema Stoff, Freebook

Es durften zusätzlich noch ein paar Extra-Herzen sein. Genäht mit meiner normalen Nähmaschine, sie verfügt über ein paar sehr schöne Zierstiche, die ich auf meiner Seite auch nach und nach zeigen werde.

Loma Umhängetasche, Tante Ema Stoff, Freebook

In Kombination mit dem Herzchen Stoff (Baumwolle von Karstadt) gefällt sie mir richtig gut. Was meint ihr?

Fazit eine tolle Tasche, leicht genäht und unbedingt für Anfänger zu empfehlen.

Das Schnittmuster ist von Mialoma und auf Ihrer Seite als Freebook erhältlich.

Aus Büx wird Büdel

(Für die Nichtnordlichter „aus einer Hose wird ein Beutel“)

Jeanstasche, Jeans, Upcycling, aus Alt mach neu

Was tun mit einer alten Jeans? Ab in den Müll so lautet die schnelle Antwort normalerweise – aber nein, viel zu schade! Jeans ist ein prima Material und sehr strapazierfähig, gerade für Taschen super geeignet. Selbst wenn der Hintern der Lieblingsjeans so langsam den Geist aufgibt, sind die Beine der Hose noch bestens für ein Upcycling Projekt geeignet. Eventuell sind auch die Taschen oder irgendwelche Aufnäher/Labels zu retten. Weiterlesen

Anker gehen immer

Anker, maritim, Canvas, Kunstleder, Freebook

Der tolle blau/weiße Canvas von Alles für Selbermacher ließ sich wunderbar verarbeiten und er macht sich gut in der Kombination mit dem roten Kunstleder. Oder was sagt ihr?

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Anker, maritim, Canvas, Kunstleder, Freebook

 

 

Das Schnittmuster der Tasche ist von Zucker & Zimt Design und heißt “Milow”. Das Freebook habe ich euch hier verlinkt.

Es werden sicher viele, viele folgen.